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2500 Euro Spende an die Flughafen-Seelsorge übergeben

Von links: Diakon Otto Rapp, Heinz-Dieter Günther, Ruth Mayr, Hans Laux und Diakon Peter Völkel

Was ist eigentlich Flughafen-Seelsorge? Eine Antwort auf diese Frage erhielten drei Vertreter des neuapostolischen Kirchenbezirks Stuttgart-Degerloch am 23. Mai 2008. An diesem Tag überreichten sie eine Spende in Höhe von 2500 Euro an die beiden Flughafen-Seelsorger Diakon Otto Rapp und Diakon Peter Völkel.

Die Flughafen-Seelsorge am Flughafen Stuttgart gibt es seit 10 Jahren. Sie ist ein gemeinsamer Dienst der evangelischen und der katholischen Kirche. Diakon Rapp ist evangelisch, Diakon Völkel ist katholisch.

Zum einen betreuen sie die etwa 9500 Menschen, die rund um den Flughafen arbeiten. Zum anderen richtet sich ihr Angebot aber auch an alle Reisenden, die sich in Notsituationen befinden. Und bei etwa zehn Millionen Fluggästen jährlich sind das nicht nur sehr unterschiedliche, sondern auch sehr viele Notlagen: Angehörige zum Beispiel, die mit Blumen in der Hand auf jemanden warten und noch nicht wissen, dass die betreffende Person gestorben ist. Sie müssen über den Todesfall informiert und danach einfühlsam und professionell betreut werden. Oder: Deutsche Staatsangehörige, die aus einem anderen Land abgeschoben wurden und nun ganz ohne Geld auf dem Flughafen ankommen. Oder der umgekehrte Fall: Menschen, die aus Deutschland abgeschoben werden und die ohne Hilfe an ihrem Zielflughafen völlig mittellos dastehen würden. Es gibt zudem alte, kranke, behinderte Reisende, die am Flughafen in irgendeiner Form Hilfe brauchen.

In allen Fällen spielt es keine Rolle, welchen Glauben der jeweilige Hilfesuchende hat. „Wer hierher kommt und Hilfe braucht, der kriegt sie auch“, sagt Peter Völkel. „Es gibt sogar Muslime, die zu mir sagen: Können Sie mit mir beten?“, berichtet Otto Rapp. Auch der Andachtsraum der Flughafen-Seelsorge (Terminal 3, Ebene 2) ist für Menschen aller Religionen geöffnet.

Die Diakone und ihre 20 ehrenamtlichen Helfer haben sich nicht in ihre Büroräume zurückgezogen, sondern gehen mit offenen Augen und offenen Herzen durch den Flughafen. „Wir sind eine ‚Geh-hin-Kirche'“, sagt Peter Völkel.

Die Gehälter der beiden Seelsorger werden von ihren kirchlichen Arbeitgebern bezahlt. Vieles andere wird jedoch durch Spenden finanziert. Die 2500-Euro-Spende, die vom Missionswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland gestellt wurde, ist deshalb eine willkommene Gabe. Diakon Völkel: „Die laufenden Kosten haben zugenommen.“ Das Geld soll voraussichtlich nicht nur für akute Notfälle, sondern zum Teil auch für notwendige Schulungen verwendet werden.

Überreicht wurde die Spende von Hans Laux (Bezirksvorsteher des neuapostolischen Kirchenbezirks Stuttgart-Degerloch), Heinz-Dieter Günther (Vorsteher der neuapostolischen Gemeinde Echterdingen) und Ruth Mayr (Öffentlichkeitsbeauftragte).

Weitere Informationen über Flughafen-Seelsorge finden Sie unter www.airportchapel.de.